neues Projekt: sterbende Glühbirnen

Liebe Fotobegeisterte,

heute stelle ich euch eines meiner Projekte aus der Foto-AG vor. In einem riesigen Format (80x120) hängt ein Bild dieses Projektes mittlerweile im Foyer der Schule. Ich habe es "dying lightbulb on canvas" getauft. Im Kontext der aussterbenden "echten" Glühbirnen sehr passend.
Was braucht man nun für dieses Projekt?

Material:

  • Glühbirnen (günstig bei ebay besorgen)
  • eine E27-Fassung
  • ein Netzteil (möglichst 0-200V)
  • 2 Kabel
  • ein Tuch
  • einen Hammer

Fotoausrüstung:
  • Kamera
  • Stativ
  • Blitz (Aufsteck- oder Studioblitz)
  • Blitzkabel (oder Funk)
  • Objektiv (ca. 100mm, am besten Festbrennweite) 
  • schwarzer Hintergrund
Wir haben eine D5200 mit einem Nikon 60mm (also 90mm äquivalent) und dem Yongnuo Blitz benutzt.

Vorbereitung: 

Ein Tuch über die Glühbirnen, damit sie nicht zu stark splittern. Dann beherzt mit dem Hammer darauf hauen. Der Trick ist, dass man das Glas kaputt macht, den Glühfaden dahinter allerdings nicht. Am Anfang braucht es etwas Übung. Am besten das Glas nur in Form eines kleinen "Fensters" zerstören. Den Rest stehen lassen. Das gelingt allerdings nicht immer. 

Die präparierte Glühbirne vorsichtig in die spannungsfreie Fassung drehen. Danach die Kabel anschließen. Sowohl an der Fassung, als auch an dem Netzteil (0-200V)




Kameraeinstellungen:

  • ISO 100 (wie fast immer im Studio)
  • RAW (was sonst)
  • Blende f/29 (da wir eine große Tiefenschärfe haben wollen)
  • Belichtungszeit 1/100 sek.
  • Brennweite 60mm fest (aber auch andere sind möglich)
  • Blitz auf halbe Leistung

Shooting:

Das Shooting ist recht einfach und dauert im Vergleich zu den Vorbereitungen nicht lang. 
Die Fassung mit der Glühbirne vor den schwarzen Hintergrund stellen. Die Kamera auf dem Stativ frontal davor. Den Blitz von rechts oben auf die Szenerie richten (entweder auch auf ein Stativ oder manuell halten).



Nun wird das Netzteil langsam hochgedreht. (also die Spannung erhöht) Der Glühfaden fängt langsam an zu glühen und rauchen. Leider brennt er auch relativ schnell durch. Meist bekommt man nur 1-2 gute Bilder pro Glühbirne. Verschwendung? Nein! Schaut euch die Bilder an. 


Nachbearbeitung:

Ja auch hier empfehle ich eine gründliche  Nachbearbeitung. Insbesondere den Rauch bekommt der Sensor nicht so richtig dargestellt.
Des Weiteren erhöhe ich meist stark den Kontrast und die Clarity. Außerdem kann man den Hintergrund gründlich schwarz einfärben und ungewollte Objekte (hier der Stuhl im Bild) entfernen. 

Hier ein Vorher-/ Nachher- Bild. 



Gerade der Rauch und die Glaskanten kann dadurch schön verstärkt werden:


So nun aber endlich unsere schönsten Ergebnisse aus diesem kleinen Projekt. Ich kann es sehr empfehlen, es ist eine schöne Fingerübung. Vielen Dank an alle AG-Teilnehmer. Was meint ihr? Gefällt es euch oder habt ihr konstruktive Vorschläge?

















1 Kommentare:

  1. Sehr schöne Bilder!
    Schau doch mal beim Wellnesshotel Meran vorbei
    www.lamaiena.it

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